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Restaurierung der OTTO LAUFFER gesichert

17-11-2015 18:55 von Björn Nicolaisen

Bund und Land finanzieren Sanierung denkmalgeschützer Barkasse mit 890.000 Euro

Die heutige OTTO LAUFFER im Jahr 1928 als Neubau HAFENPOLIZEI VI
Die heutige OTTO LAUFFER im Jahr 1928 als Neubau HAFENPOLIZEI VI

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Kulturbehörde haben sich auf einen Finanzierungsbeitrag von 490.000 Euro zur Restaurierung der ehemaligen Polizeidampfbarkasse OTTO LAUFFER  geeinigt. Die Wirtschaftsbehörde steuert davon 400.000 Euro bei, die Kulturbehörde 90.000 Euro. Auf Initiative der Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs und Dr. Matthias Bartke (beide SPD) hat der Bund bereits aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundesministeriums für Kultur und Medien 400.000 Euro für die notwendige Generalrestaurierung zur Verfügung gestellt. Damit ist die Zukunft des Museumsschiffes gesichert.


Die OTTO LAUFFER wurde 2010 in die Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg aufgenommen und gilt als letzte Dampfbarkasse als Denkmal von besonderer Bedeutung.  Andreas Schildhauer, 1.Vorsitzender  Museumshafen Oevelgönne e.V.: „Als Eigner freut sich der Museumshafen natürlich ganz besonders über die zugesicherten Mittel. Das Schiff wird nun über den kommenden Winter von unseren ehrenamtlichen Mitgliedern für die Generalrestaurierung vorbereitet, die dann 2016 beginnen kann. Neben vielen schiffbaulichen Arbeiten wird die OTTO LAUFFER einen neuen Dampfkessel als Herzstück erhalten. Wir danken den Hamburger Behörden und den Abgeordneten Johannes Kahrs  und  Dr. Matthias Bartke sehr für ihr erfolgreiches Engagement.“ 

 

Gebaut wurde die Dampfbarkasse im Jahr 1928 bei der Werft H.C. Stülcken Sohn als HAFENPOLIZIEI VI im Auftrag der Finanzdeputation Hamburg für die Hafen- und Schifffahrtspolizei. Genau 40 Jahre lang war die Polizeibarkasse im aktiven Dienst. Nach der Ausmusterung wurde sie dem Museum für Hamburgische Geschichte übergaben. Bei der Inbetriebnahme als Museumsschiff erhielt sie zu Ehren des ersten Direktors des Museums den Namen OTTO LAUFFER. Anfang der 1980er Jahre wurde das Schiff bei Blohm + Voss aufwändig restauriert und galt als das bestrestaurierte Dampfschiff Deutschlands. Nach genau 75 Dienstjahren erlosch 2003 die Betriebserlaubnis des Dampfkessels, zwei Jahre später übereignete das Museum das Schiff dem Museumshafen Oevelgönne e.V.. Die begonnene Komplettsanierung bei Jugend in Arbeit stagnierte 2010, seitdem ruhte das Projekt mit ungewisser Zukunft.

 

  „Die OTTO LAUFFER war 1969 der erste Museumsdampfer Deutschlands und besitzt alleine aufgrund dieser Geschichte eine hohe Bedeutung für die Traditionsschiffszene in Hamburg. Noch vor der Gründung unseres Museumshafens Oevelgönne wurde das komplette Schiff durch den damaligen Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte, Walter Hävernick, in die Sammlung übernommen.  Dabei  ging es nicht nur um den Erhalt eines hafengeschichtlich wichtigen Objekts, sondern gleichzeitig um die Funktionsfähigkeit historischer (Dampf-)Technik durch Ehrenamtliche. Diese Idee war neu und ein Konzept, das seiner Zeit voraus war, erklärt Bjørn Nicolaisen, Geschäftsführer des Vereins Museumshafen Oevelgönne e.V.


Die OTTO LAUFFER besteht zur  Zeit aus einem sanierten, aber vollständig entkernten Schiffsrumpf, einem irreparablen Dampfkessel  und zahllosen Einzelteilen. Der Wiederaufbau in einen betriebsfähigen Zustand ist für den Verein eine große Herausforderung, die sorgfältig vorbereitet werden muss. Die Arbeiten können nur durch Fachfirmen ausgeführt werden. Dabei sind denkmalpflegerische Vorgaben umzusetzen und die Regeln für die Vergabe von öffentlichen Mitteln einzuhalten. Das gesamte Projekt wird mindestens ein Jahr Laufzeit haben.

 

 

Bildergalerie Umzug und Sicherung der OTTO LAUFFER im November 2011 durch Vereinsmitglieder von einer Harburger Werft zu Blohm + Voss

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