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Hapag-Lloyd-Azubis helfen im Museumshafen Oevelgönne

16-04-2013 17:47 von Björn Nicolaisen

Foto: Hapag Lloyd

Elf Auszubildende im Schiffsmechaniker-Handwerk von Hapag-Lloyd werden in diesen Tagen als Teil ihrer Ausbildung unter Anleitung ihrer Ausbilder alte Traditionsschiffe des Museumshafens Oevelgönne instand setzen, so dass die Schiffe fahrbereit für die anstehende Saison sind.

 

Pressetext vom 17. April 2013

 

Den Beruf und das Hobby zu verbinden, die Idee hatte Stephan Berger schon vor Jahren. Als Ausbildungsoffizier kümmert er sich bei Hapag-Lloyd, Deutschlands größter Linienreederei, um den Schifffahrts-Nachwuchs – und in seiner Freizeit um die teils mehr als 100 Jahre alten Schiffe des Museumshafens Oevelgönne. Diese Woche nun wird die Idee Wirklichkeit: Hapag-Lloyd-Azubis arbeiten fünf Tage lang am Anleger Neumühlen, um auf den Traditionsschiffen viel über die Geschichte von Dampf- und Segelschiffen zu lernen. Und der Museumshafen-Verein bekam damit die dringend benötigte Unterstützung, um seine derzeit zehn Schiffe fahrbereit für die anstehende Saison zu machen.

 

Hapag-Lloyd ist auch Deutschlands größter Ausbildungsbetrieb für seemännischen Nachwuchs. Die elf angehenden Schiffsmechaniker sind seit August vergangenen Jahres dort Auszubildende. Auf ihrer ersten Reise von Korea über den Pazifik in die USA an Bord der „Kuala Lumpur Express“, einem von zwei Hapag-Lloyd-Ausbildungsschiffen, waren die Azubis im Winter wegen schlechten Wetters kaum zu Instandsetzungsarbeiten an Bord des 336 Meter langen Containerriesen gekommen. Das wollte Ausbilder Berger jetzt mit der Woche im Museumshafen nachholen – als Teil der insgesamt drei Jahre dauernden Ausbildung des Nachwuchses. Rost klopfen auf dem Dampfschlepper „Claus D.“, streichen auf dem Feuerschiff „Elbe 3“ oder putzen auf der Zollbarkasse „Präsident Schäfer“: „Im Prinzip sind es die gleichen Arbeiten, ob sie nun auf einem unserer hochmodernen Containerschiffe getan werden oder an Bord eines historischen Dampfschleppers“, sagt Berger, der seit 2008 Mitglied im Verein ist.

 

Seinem Verein hat der Hapag-Lloyd-Ausbilder dabei sehr geholfen. Wegen des ungewöhnlich kalten Wetters in den vergangenen Wochen waren bislang viele der jedes Jahr im Frühling nötigen Arbeiten an den Traditionsschiffen liegen geblieben. „Wir hatten etwa vier Wochen Rückstand“, sagte Jürgen Angerer, stellvertretender Vorsitzender des Museumshafen-Vereins: „Aber das werden wir nun wohl diese Woche alles dank der hervorragenden Arbeit der engagierten jungen Leute von Hapag-Lloyd aufholen können.“

 

Denn spätestens beim Hafengeburtstag vom 9. bis 12. Mai, wenn der Museumshafen wieder der Geheimtipp für „Seh-Leute“ ist, sollen die Schiffe wieder ausfahren. Die Oevelgönner Traditionsschiffer, allesamt ehrenamtlich tätig, zeigten den Azubis zudem am Anleger Neumühlen auf dem alten Schwimmkran, dem Feuerschiff, dem Segelkutter, dem Frachtsegler und den Dampfschleppern bei der ersten Begegnung dieser Art zeigen, wie es früher in der Seefahrt zugegangen ist.

 

 

 

 

Der Museumshafen Oevelgönne e.V. ist eine 1976 gegründete gemeinnützige und private Vereinigung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, ehemalige Berufsfahrtschiffe zu restaurieren und in Fahrt zu halten. Er ist der älteste deutsche Museumshafen in privater Trägerschaft und mit Schiffen in Vereinseigentum. Der Verein finanziert sich nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Hapag-Lloyd, vor 166 Jahren gegründet, beschäftigt derzeit 7.000 Mitarbeiter an 300 Standorten in 114 Ländern. Die Flotte umfasst rund 150 moderne Schiffe, die auf rund 90 Liniendiensten zwischen allen Kontinenten jährlich ein Transportvolumen von fünf Millionen TEU (Standardcontainer) bewegen.

 

Weitere Informationen zu Hapag-Lloyd finden Sie unter www.Hapag-Lloyd.de, zum Museumshafen unter www.museumshafen-oevelgoenne.de

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